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West-Azerbaijan

West-Azerbaijan

 

West-Aserbaidschan ist eine Provinz im Iran. Hauptstadt ist Urmia. In der Provinz leben 3.265.219 Menschen (Volkszählung 2016). Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 37.437 Quadratkilometer. Die Provinz West-Azerbaijan hat Außengrenzen mit dem Irak, der Türkei und der Republik Aserbaidschan. Die Region ist uraltes Kulturland, wovon Orte wie das männaische Hasanlu das urartaische Bastam und das Sassanidische Takhte-Soleiman zeugen. In der iranischen Grenzstadt Bazargan hat man einen grandiosen Ausblick auf den ganzjährig schneebedeckten Ararat in der benachbarten Türkei. Die Provinz hat ein ausgesprochenes Kontinentalklima, welches aufgrund der Höhe der meisten Orte zudem für die geografische Breite extrem kühl ist. Die Winter sind ähnlich kalt wie in den Alpen und die Sommertemperaturen entsprechen denen des Mittelmeers. Die wichtigsten Städte der Provinz West-Azerbaijan sind Orumiyeh, Maku, Khoy, Bukan, Takab, Salmas, Naghadeh, Miandoab, Piranshahr, Sardasht, Shahindezh, Mahabad.

 

Die Sehenswürdigkeiten von West-Azerbaijan sind: der Orumiyeh-See, Takht-e Suleyman, Zendan-e Suleyman, Tapeh Hasanlu, das Kloster Sankt Thaddäus, die Freitagsmoschee von Orumiyeh, der Basar von Khoy, die Kirche Naneh Maryam, die Qadjarischen Häuser, das Museum von Orumiyeh, Chaldiran, die Kirche Maryam-Moqadas und die Armenische Kirche von Khoy. In Urmia selbst befinden sich Zeugnisse der verschiedenen Religionen, wie Kirchen und Moscheen.


 


Der Orumiyeh-See (Urmia)

Der Urmia-See (Orumiyeh-See) ist der größte Binnensee des Iran. Am See liegt die Stadt Urmia, deren Name sich von den syrisch-aramäischen Wörtern ur für „Stadt“ und mia für „Wasser“ ableitet. So bedeutet der Name „Stadt am Wasser“. In der Antike waren die klimatischen Verhältnisse gemäßigter als heute. Der See, der in den assyrischen Quellen so wie der Vansee „Meer von Nairi“ heißt, war damals fischreich; in seiner Umgebung wuchsen Eichen- und Wacholderbäume. Diese wurden, überwiegend in der Epoche der Sassaniden, zu 95 % abgeholzt. Der See war bis vor wenigen Jahren 140 km lang, 55 km breit und hatte eine Fläche von 5470 km², war also zehnmal größer als der Bodensee. Seine durchschnittliche Tiefe lag bei nur rund 7 m, seine maximale Tiefe bei 16 m. Sein Wasserspiegel lag auf 1280 Metern Höhe. Der Salzgehalt des Sees beträgt bis zu 30 %, was etwa dem Salzgehalt des Toten Meeres entspricht.

 



Takht-e Suleyman

Der Takht-e Suleyman ist ein Gebäudekomplex, bestehend aus dem Palast, dem Feuertempel mit Peribolos und Befestigungsanlagen aus der späten Sassanidenzeit (etwa 420–640 n. Chr.), der im 13. Jahrhundert für eine Palastanlage überbaut wurde. Er liegt auf einem Travertinhügel in 2200 m Höhe, 250 km im östlichen Schahrestan (Distrikt) Takab in West-Azerbaijan. Seit 2003 gehört der Takht-e Suleyman zum UNESCO-Weltkulturerbe. 3 km entfernt liegen der Sinterkalkkegel Zendan-e Suleyman (Gefängnis Salomos) mit einer Siedlung und einem Heiligtum, sowie der Tumulus Tepe Madjid. Die Anlage ist durch eine etwa 1100 m lange Mauer umgeben. Die Tempelanlage wurde um einen etwa 100 m durchmessenden Quellsee herum errichtet, in dem calciumbicarbonathaltiges Wasser mit einer konstanten Temperatur von etwa 21 Grad aufsteigt. Am Rande des Sees versintert der im Wasser enthaltene Kalk und hat so einen Hügel entstehen lassen, der sich etwa 50 m über die Umgebung erhebt. Mehrere im Laufe der Jahrhunderte angelegte Abflussrinnen haben verhindert, dass der Seerand höher anstieg, dafür aber eine Verbreiterung des Travertinhügels bewirkt. Seit der achämenidischen Zeit besiedelt, ist diese auf einem erloschenen Vulkan erbaute Anlage einer der heiligsten Orte des sassanidischen Iran geworden. Laut einer Tradition soll Zarathustra dort geboren sein. Es heißt außerdem ein mythischer König, Key Khosrow, habe das Heiligtum gegründet.

 



Zendan-e Suleyman

Wenige km von Takht-e Suleyman entfernt liegt der Zendan-e Suleyman, ein ehemaliger, kegelförmiger Vulkan. Er wurde von 900 an besiedelt. Die am steilen Abhang entstandenen Bauten waren zweifellos Kultstätten, vielleicht im Zusammenhang mit dem Wasser, welches sich damals noch im Krater befand. Am Anfang der islamischen Epoche wurde eine Umfassungsmauer gebaut. Wie oft in Iran, hat die Tradition die Region in eine mythische Geographie einbezogen und den Ort "Gefängnis" des "Salomo" genannt.


Das Kloster Sankt Thaddäus (Schwarze Kirche)

Das Kloster Sankt Thaddäus (Qareh-Kelisa) ist ein ehemaliges armenisches Kloster, 20 km südlich von Maku in der Nähe von Tschaldiran. Im Volksmund ist es als „Schwarze Kirche“ bekannt. Nach Überzeugung der armenischen Christen wurden das Kloster und die Kirche im Jahre 66 von Judas Thaddäus erbaut.

Ein Erdbeben im Jahre 1319 zerstörte das Kloster fast vollständig. Die Gebäude wurden zwischen 1319 und 1329 wiederaufgebaut. Aus dieser Phase erhalten sind im östlichen Teil der Kirche der Altar- und der Hauptraum, sowie das Baptisterium. Der in diesen Bau- und Renovierungsabschnitt fallende Zeitraum gab der Kirche den Namen, denn es wurde dunkler Stein verarbeitet. 1490 wurde die Kirche erneut renoviert. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ der Kadschare Abbas Mirza das Kloster nochmals renovieren. Die älteren Bausteine des Klosters sind schwarz und weiß, während die neuen aus gelblichem Sandstein sind. Die Kirche ist von hohen Mauern umgeben.

Wie viele armenische Kirchen, weist auch die Qara Kelisa Flachreliefs auf, mit denen die Außenwände geschmückt sind. Sie stellen verschiedene Heilige dar. Besonders fällt ein lebhafter Fries mit Weinranken und Tieren am neueren Gebäude auf. Diverse Häuserruinen im Inneren der Befestigungsmauer, welche an die Westmauer anschließt, legen Zeugnis ab vom klösterlichen Leben in der Vergangenheit.

Das Kloster ist seit 2008 zusammen mit dem Kloster Sankt Stephanos und der Kapelle von Dsordsor Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte Armenische Klöster im Iran.